Was ist
Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist – neben der Psychoanalyse, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der systemischen Therapie – ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Behandlung von psychischen Erkrankungen. Eine Psychotherapie ist eine speziell auf den jeweiligen Menschen zugeschnittene Behandlung. Je nachdem, aus welchem Grund ein Patient eine Psychotherapie macht, kann sich die Vorgehensweise sehr unterscheiden.

Bei einer kognitiven Verhaltenstherapie stehen immer die aktuelle, vom Patienten als belastend erlebten Gefühle, Gedanken oder Handlungen im Vordergrund. Verhaltenstherapeuten gehen unter anderem davon aus, dass vielen psychischen Erkrankungen ein erlerntes Verhalten zugrunde liegt, das auch wieder verlernt werden kann.

Ziel der Verhaltenstherapie ist die Menschen zu unterstützen, ihr Denken, Fühlen und Handeln so zu verändern, dass sie ihre Probleme und Symptome zukünftig selbstständig meistern können. Diese Veränderungen können in einer vertrauensvollen Beziehung erreicht werden, in der Therapeut, Patient und enge Bezugspersonen aus dem familiären oder sozialen Umfeld gemeinsam Lösungen für die zu behandelnden Probleme entwickeln. Im Gespräch, im Spiel oder in Übungen werden Veränderungen im Erleben und Handeln vorbereitet und gefördert. Das bedeutet auch, dass eine Verhaltenstherapie eine recht aktive Therapie ist. Die in den Therapiesitzungen gemachten Erfahrungen sollen mit Hilfe von therapeutischen Hausaufgaben in den Alltag übertragen werden. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.therapie.de/psyche/info/fragen/

Behandlungsspektrum

Als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut behandle ich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ab dem 3. bis zum vollendeten 21. Lebensjahr. In besonderen Fällen kann eine Behandlung auch über das vollendete 21. Lebensjahr hinaus fortgesetzt werden.

In der Behandlung wende ich schwerpunktmäßig die Techniken und Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie an. Aber auch Elemente anderer Therapieverfahren werden je entsprechend der individuellen Bedürfnisse und Schwierigkeiten meiner Patienten in die Behandlung integriert. Zum meinem weit gefächerten Behandlungsspektrum gehören unter anderem:

  • Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörungen (ADS/ADHS)
  • akute Krisensituationen im privaten, schulischen oder beruflichen Bereich
  • Ängste (u.a. Trennungsängste, Panikstörung, soziale Phobien)
  • Bindungsstörungen
  • Depressionen und Erschöpfungszustände
  • Essstörungen (Bulimie und Anorexie, Binge Eating)
  • Einnässen und Einkoten
  • Probleme der Emotionsregulation und Borderline-Persönlichkeitsstörungen
  • psychische Folgen traumatischer Erlebnisse (posttraumatische Belastungsstörung)
  • psychosomatische Beschwerden und chronische Schmerzen
  • Pubertätskrisen
  • Schulabsentismus, Schulverweigerung, Schulangst
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Störungen des Sozialverhaltens / oppositionelles Trotzverhalten
  • Stresssymptomatik
  • Zwangserkrankungen und Ticstörungen


Teilleistungsstörungen wie Lese-Rechtschreibstörungen oder Rechenstörungen sowie Störungen aus dem Autismusspektrum können leider in meiner Praxis nicht behandelt werden. Auch bei akuter Suizidalität und psychotischen Erkrankungen hat die Behandlung in meiner Praxis ihre Grenzen, da hier in der Regel eine stationäre Behandlung unumgänglich ist.



Ablauf einer Psychotherapie

Erstkontakt
Erstgespräch
Probatorische Sitzung
Aufbau einer Beziehung

Antrag bei der Krankenkasse
Bewilligung
Beginn der Therapie
Abstimmung des Therapieverlaufs

Der Ablauf einer Psychotherapie

Der erste Kontakt findet in der Regel im Rahmen der telefonischen Sprechzeit statt. Hier werden kurz die aktuelle Problematik sowie ein paar persönliche Eckdaten erfragt.

Am Beginn einer Psychotherapie steht immer ein Erstgespräch, das im Rahmen einer fest terminierten psychotherapeutischen Sprechstunde stattfindet. Bereits für das Erstgespräch wird das Einverständnis in die Behandlung von allen Sorgeberechtigten benötigt. In bis zu 10 Sprechstundenterminen á 25 Minuten soll abgeklärt werden, ob der Patient eine Psychotherapie benötigt.

Im Anschluss an eine psychotherapeutische Sprechstunde kann entweder eine Akutbehandlung für Patienten in akuten psychischen Krisen begonnen oder eine Richtlinientherapie beantragt werden.

Vor Beginn einer Richtlinientherapie finden „Probegespräche“, sogenannte probatorische Sitzungen, statt. Hierbei soll geprüft werden, ob die „Chemie“ zwischen Therapeut und Patient sowie dessen Bezugspersonen stimmt und ob eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann. Neben einer ausführlichen Diagnostik wird auch die Vorgehensweise einer Behandlung erklärt. Therapieziele, ein Behandlungsplan und die voraussichtliche Therapiedauer werden besprochen.

Auf dieser Grundlage wird in der Folge bei der Krankenkasse die Kostenübernahme der Psychotherapie beantragt. Die Durchführung einer ambulanten Richtlinienpsychotherapie als Kurz- oder Langzeittherapie ist sowohl für gesetzlich Krankenversicherte wie auch in den allermeisten Fällen für Privatversicherte antrags- und genehmigungspflichtig. Antragssteller sind die Eltern minderjähriger Patienten. Patienten ab einem Alter von 16 Jahren und volljährige junge Erwachsene können einen Antrag auf Kostenübernahme einer Psychotherapie selbst stellen.

Kosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Psychotherapie. Zum Erstgespräch und in der Folge jeweils zum ersten Termin im Quartal benötige ich die Versicherungskarte des Patienten. Die Kosten für die Behandlung werden dann zwischen Therapeut und Krankenkasse über die Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet.

Private Krankenkassen übernehmen in der Regel ebenfalls die Behandlungskosten, wobei der Umfang der übernommenen Therapiestunden sowie das Vorgehen der Beantragung hier jeweils sehr verschieden ist. Bitte klären Sie daher im Vorfeld der Behandlung mit der Versicherung / der Beihilfe ab, inwieweit die Kosten für eine Psychotherapie übernommen werden. Die Behandlungskosten werden dann zwischen Patient und Therapeuten direkt abgerechnet.

Es besteht zudem die Möglichkeit, Psychotherapie als Selbstzahler und damit auch unter Ausschluss ihrer Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder die Behandlung nach Auslaufen der Kassenfinanzierung weiter über eine individuelle Vereinbarung fortzuführen. Auch hier werde die Leistungen direkt zwischen Therapeut und Patient abgerechnet.

Schweigepflicht

Als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut unterliege ich der ärztlichen Schweigepflicht. Das bedeutet, dass alle Informationen und Inhalte der Behandlung nicht an Außenstehende (z.B. Schulen, Ärzte, kooperierendes Jugendamt etc.) weitergegeben werden.

Häufig ist jedoch der Austausch mit anderen Personen sinnvoll, beispielsweise mit Ärzten, Therapeuten oder Lehrern. In diesen Fällen können mich die Sorgeberechtigten oder auch die Patienten selbst von meiner Schweigepflicht entbinden.

Die ärztliche Schweigepflicht gilt bei Jugendlichen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr ebenfalls gegenüber den Eltern, wenn die Jugendlichen dies wünschen. Ausnahmen hierbei sind eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung.



↑ Zurück zum Seitenanfang